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Vita

Pieter Sohl

Geboren 1933 in Mannheim.1952 Kunstakademie Düsseldorf. Schüler von Ewald Mataré, Bruno Goller und Zoltan Szekessy.1954 Gewinner des Athenpreises. Kunstakademie Athen. Schüler von Christos Kapralos. Danach ein Jahr Reisen in Griechenland. 1956 bis 1961 lebt er in Kamerun Kongo, Kenia und Madagaskar. 1962 erneut in Griechenland. 1964 bis 1965 als Kunsterzieher in USA tätig. 1967 bis 1969 als Emailleur in Kopenhagen. Seit 1970 wieder in Deutschland. Lebt als freischaffender Maler und Bildhauer auf dem Kohlhof. 1999 Gewinner des Willibald-Kramm-Preises.
Zahlreiche Ausstellungen im In-und Ausland.

„Es gibt kaum eine Technik, mit der ich nicht arbeite.

Immer entdecke ich etwas neues.

Endlos ist die Ausdruckweise in der Kunst.

Man müsste ewig leben können!“

„more vita“

1933 am 5.2.wird Pieter Michael Sohl, Sohn von Ruth und Will Sohl, als ältester von fünf Geschwistern in Mannheim geboren. Er lernt schon als Kleinkind vom Vater zu malen, der ihm gestattet, gelegentlich an einer Ecke der großen Bilder mitzumalen.

1939-52 Schulzeit in Heidelberg, in der Freizeit intensive sportliche Betätigung- Hockey, Stabhochsprung, Tennis- und Beschäftigung mit Pflanzen Tieren.

1952-54 Studium der Bildhauerei und Aktzeichnen an der Kunstakademie Düsseldorf bei den Professoren Ewald Mataré(1887-1965), Bruno Goller(1901-1998) und Zoltan Székessy(1899-1968).Daneben Bühnenbildstudium bei Walter von Wekus.

1954 Gewinner des Athen-Preises.

1952 Schüler des international bekannten Bildhauers Christos Kapralos (geb. 1909) an der Kunstakademie in Athen. Dort große Arbeiten in Marmor. Anschließend Rundreisen im Land, u.a. eine vier Wochen lange Wanderung über den Athosberg und auf Inseln der Ägäis und der Kykladen, anschließend längere Aufenthalte auf Mykonos und Rhodos in der Regierung zur Verfügung gestellten Ateliers mit eigener Esel und Haushälterin.

1956-61 Nach einem längeren Aufenthalt in Paris Reisen auf den Spuren der Elfenbein- und Maskenschnitzer in Kamerun und Kongo. Um diese zu finanzieren, arbeitet Sohl als Aussteuer-Vertreter in den damaligen französischen Kolonien. Später beteiligt er sich für eine amerikanische Firma am Fang von Elefanten, Gorillas und Schimpansen für Zoos und ist nebenbei Kameramann bei Filmaufnahmen für „Racine du Ciel“ im Grasland des nördlichen Kamerun. Mit Michael Grzimek beobachtet er Tierwanderungen über der Serengeti. Später fängt er Leemuren auf Madagaskar und durchreist dabei die Insel.

1962 Stipendium des Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie, das ihm einen Studienaufenthalt auf Kreta ermöglicht. Dabei entstehen Freundschaften mit den Schriftstellern Alfred Perles, Henry Miller, Lawrence Durell und Charles Haldemann bis an deren Lebensende; auch kommt es zu intensiven Begegnungen mit Coco Chanel und Charles Henri Ford.

1964-65 Reise in die USA. Dort eindrucksvolle persönliche Begegnungen mit den Künstlern Andy Warhol in seinem Loft in New York und mit Syl Labrot, mit dem er in dessen Atelier in Connecticut zusammenarbeitet. Außerdem lehrt er als Kunsterzieher in der berühmte privaten Windward School für begabte medikamentenabhängige Kinder in Scarsdale/N.Y. USA.

1966-68 Aufenthalt in Skandinavien, u.a. Design für Silbergerät und Emaillearbeiten für die führenden Silberschmiede Dänemarks, Georg Jensen, A. Michelsen und Hans Hansen. In Kopenhagen lernt er seine Frau Birgit kennen, die er 1970 heiratet.

1968 Rückkehr nach Heidelberg als freischaffender Maler und Bildhauer.

1979 Übersiedlung auf den Kohlhof hoch über Heidelbergs Süden.

Zahlreiche Studienreisen zusammen mit seiner Frau in die U.S.A., nach Kenia, Tansania, Südafrika, Namibia, Simbabwe, Sri Lanka, Spanien, Italien, Frankreich, Griechenland und Skandinavien.

In der Bildhauerei Arbeiten in Stein, Holz, Beton und Bronze; viele Aufträge für Kunst am Bau, unter anderem große Glasfenster, Holzreliefs, Beton- und Bronzeplastiken.

Der vom Vater geprägte starke Drang zur Farbigkeit schlägt sich nieder nicht nur in farbig gefassten Skulpturen, sondern auch in intensiver Malerei mit Aquarell-, Öl- und Acrylfarben.

Angeregt schon durch den Vater und durch die Schwester Sibylle, die Balletttänzerin war, entwickelt Pieter Sohl auch eine starke Beziehung zum Ballett.

1995 Durch die Freundschaft mit dem Ballettmeister Philippe Talard vom National Theater Mannheim kommt es zu einer befruchtenden Zusammenarbeit bei der Gestaltung der Tanzrevue „Der Böse Mann“ nach einem Märchen von Will Sohl für Pieter Sohl als Kind. Viele Besuche im Ballettsaal beeinflussen seine Arbeiten.

1999 wird Pieter Sohl der Willibald-Kramm-Preis der Stadt Heidelberg verliehen.